
Wie lebte es sich in einem Staat, den es heute gar nicht mehr gibt? Wie sah der Alltag in einem System aus, das von einer Mauer, Zäunen, Spionen und Misstrauen geprägt war? Wenn Sie das Leben in der ehemaligen DDR nicht nur aus Geschichtsbüchern, sondern hautnah erleben und emotional verstehen wollen, dürfen Sie das packende, vielfach preisgekrönte Drama „Barbara“ (2012) von Christian Petzold nicht verpassen.
Im Rahmen der Woche für Deutsch 2026 laden wir Sie herzlich ein, diesen meisterhaft komponierten, spannenden und visuell überwältigenden Film zu entdecken. Er erzählt die Geschichte einer Ostberliner Ärztin, die nach einem Ausreiseantrag an die Ostsee strafversetzt wird. Durch den klaren Fokus auf das individuelle Leben anstelle des bloßen Staatsapparats zeichnet der Film ein Porträt voller Wärme, das direkt ins Herz trifft und durch ein offenes Ende viel Raum für Spekulationen lässt.
Den Auftakt der Vorführung bilden Kurzpräsentationen unserer Germanistik-Studierenden, die einen Einblick in den historischen DDR-Alltag gewähren. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie administrative und politische Grenzen ganz spezifische Lebenswelten und emotionale Räume prägen. Damit knüpft der Abend nahtlos an das Thema „Welten gestalten“ an, den diesjährigen roten Faden des Département de langues et littératures germaniques. Im Anschluss an den Film bietet der Empfang reichlich Gelegenheit, diesen roten Faden weiter zu vertiefen.
Wir freuen uns jetzt schon auf Ihre Teilnahme!
Anmeldung: per E-Mail an: guillaume.etienne@unamur.be