
Südtirol, 1961. Die norditalienische Region wird durch eine Serie von Bombenanschlägen der Separatisten erschüttert. Während der junge Bauernsohn Paul der Perspektivlosigkeit seines Dorfes entkommen und Malerei studieren will, kämpft sein Bruder Anton kompromisslos für den Schutz der deutschsprachigen Minderheit – notfalls mit Gewalt. Nachdem Anton als einer der Attentäter enttarnt wird, flieht er und lässt Hof und Familie zurück. Widerwillig verschiebt Paul seine eigenen Pläne, um Antons Frau Anna und ihren kleinen Sohn zu unterstützen. Während die Lage eskaliert und die italienische Polizei hart durchgreift, beginnt Anna sich zunehmend gegen die patriarchalen Strukturen ihres Umfelds zu wehren. Paul hingegen muss sich entscheiden – zwischen familiärer Loyalität und persönlicher Selbstverwirklichung.
In seinem Kinodebüt beleuchtet Regisseur Michael Kofler packend und eindringlich die Ereignisse rund um die „Feuernacht“ in Südtirol. Thomas Prenn („Hochwald“) und Laurence Rupp („Veni Vidi Vici“) überzeugen als gegensätzliches Bruderpaar an der Seite von Aenne Schwarz („Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“) als moderne Vordenkerin.
Mit großer Freude eröffnen wir die neue Deutschcafé-Filmreihe, mit der wir mit je einem deutschsprachigen Kinoabend pro Semester die gemeinsame Begegnung untereinander und mit der deutschsprachigen Kultur ermöglichen wollen.
Den Anfang macht im Rahmen der diesjährigen Woche für Deutsch der Film „Zweitland“ (2025) von Michael Kofler. Vor dem Film geben Doktorandinnen Leonore Nassen und die Südtirolerin Lorenza Vandeweyer eine kurze Einführung ins Thema und im Anschluss besteht im Agora Caffee an der Universität Antwerpen Gelegenheit zur entspannten Nachbesprechung und Diskussionen. Der Eintritt ist frei, jedoch bitten wir um Anmeldung über den untenstehenden Anmeldeknopf. 🡪 ZUR ANMELDUNG
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